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Amrum zwischen Nebel und Wittdün
Am Strand von Amrum wurde für einen einzigen Tag ein außergewöhnliches Kunstprojekt realisiert: Die Künstlerin Rud Witt spannte eine große Fläche mit roten Seidentüchern über den Sand – gehalten von zahlreichen Helferinnen und Helfern, die das Werk gemeinsam mit ihr für diesen Moment möglich machten.
Rud Witt (geboren 1939), die bei Friedensreich Hundertwasser studiert hat, verbindet in ihrer Arbeit Elemente aus Natur, Farbe und gemeinschaftlicher Aktion. Ihre Kunst orientiert sich am Zusammenspiel von Mensch und Umwelt, wobei die Wahl der Materialien – in diesem Fall Seide – bewusst auf die Kontraste zwischen Natur und Kultur verweist.
Die Installation nutzte den offenen Raum des Strandes als Bühne. Der Wind, das Sonnenlicht, der Schatten und die Bewegung der Tücher schafften ein sich ständig veränderndes Bild. Das Werk war nur temporär zu sehen und veränderte sich mit den Witterungsbedingungen – ein zentrales Element in Rud Witts künstlerischem Konzept.
Durch die Unterstützung vieler freiwilliger Mitwirkender wurde das Projekt auch zu einem sozialen Prozess. Die Beteiligung der Menschen vor Ort ist Teil des künstlerischen Ausdrucks und spiegelt den kollaborativen Ansatz der Künstlerin wider, die meist mit eigener Crew arbeitet (ihrer Nichte, ihrer Cousine und der Fotografin Iris vom Stein).
Die Installation auf Amrum ist ein Beispiel für ortsspezifische, zeitlich begrenzte Kunst im öffentlichen Raum – bewusst vergänglich, aber eindrucksvoll in ihrer Wirkung.
www.rud-witt.de
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